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Grüne Energie für hochklassige Wohnungen

Photovoltaik-Anlage auf dem Dach, Blockheizkraftwerk im Keller, Ladesäulen für Elektro-Autos und ein zentrales Energiemanagement: Ein Immobilien-Projektierer nutzt nachhaltige Energie als Verkaufsargument für Eigentumswohnungen.

Immobilienkäufer mit Nachhaltigkeit überzeugen

Grundrisse von 70 bis 150 Quadratmetern, Natursteinböden, Unterputzarmaturen in den Bädern und Fußbodenheizungen: Das in einer deutschen Großstadt entstehende Ensemble von 40 Eigentumswohnungen ist zweifelsohne auf anspruchsvolle Bewohner ausgelegt, die bereit und in der Lage sind, mehr als durchschnittliche Preise für ihre eigenen vier Wände zu bezahlen. Zusätzlich zu außergewöhnlichem Komfort will der Bauträger die künftigen Bewohner auch mit Nachhaltigkeit überzeugen. „Wir richten uns gezielt an Menschen, die in punkto umweltverträgliches Wohnen Vorreiter sein wollen“, sagt der Geschäftsführer des Bauträgers. Diese Klientel sei bereit, für Nachhaltigkeit auch mehr zu bezahlen. „Ähnlich wie Menschen, die sich bewusst für ein Elektro-Auto entscheiden und dafür mehr Geld ausgeben als für ein vergleichbares Fahrzeug mit Verbrennungsmotor“, so der Geschäftsführer. Hier kommt Digital Energy Solutions ins Spiel: Um das nachhaltige Energiekonzept bestmöglich umzusetzen, wurde der Spezialist für Energiemanagement von Beginn an in die Planung der Wohnungen und Parkhäuser einbezogen.

Energiemanagement als fester Bestandteil der Planung

Das Wohnungsbauunternehmen, das die 40 Eigentumswohnungen errichten lässt, ist mit rund 50 Mitarbeitern ein mittelgroßer Vertreter seiner Branche und setzt vorwiegend Projekte mit hochpreisigen Wohnungen um. Energiemanagement ist immer fester Teil des Planungsprozesses. Zuständig dafür sind Projektierer und Architekt im engen Schulterschluss. Im aktuellen Projekt wurde zusätzlich Digital Energy Solutions an Bord geholt. Dass die Wohnungen nach den aktuell höchstmöglichen Energieeffizienz-Standards gebaut werden sollten, war ohnehin vorgesehen. Dazu zählt etwa eine sehr gute Fassadendämmung. Die Experten von Digital Energy Solutions brachten unter anderem ihr Wissen rund um unterschiedliche Beheizungsmethoden ein. Eine entscheidende Frage war, ob sich der Betrieb eines eigenen Blockheizkraftwerks (BHKW) für die neue Wohnanlage wirtschaftlich lohnt. Digital Energy Solutions bejahte dies eindeutig: Schon ab zehn bis 15 Wohneinheiten lässt sich ein BHKW nach Berechnungen und Erfahrungen der Experten rentabel betreiben.

Biogas als regionaler und ökologischer Brennstoff

Die Projektträger entschieden sich für den Einbau eines Blockheizkraftwerks, das mit Biogas befeuert wird. Biogas entsteht durch die Vergärung organischer Produkte zum Beispiel aus der Landwirtschaft. Und Biogas wird regional erzeugt: Es trägt somit nicht nur zum Schutz der Umwelt bei, sondern stützt auch die heimische Wirtschaft. Zur Stromerzeugung wurde außerdem eine Photovoltaik-Anlage mit auf den Dächern angebrachten Solarmodulen geplant. Sie wird unter anderem die Ladesäulen für Elektro-Fahrzeuge mit Strom versorgen, die in der Tiefgarage unter dem Wohnkomplex eingerichtet werden. Künftige Bewohner mit einem Elektro-Auto fahren somit nicht nur emissionsfrei, auch der Strom wird ohne Ausstoß von klimaschädlichen Gasen erzeugt.

Transparenz-Tool: Lastspitzen verzögerungsfrei aufdecken

Sind nach Fertigstellung der Wohnungen die ersten Bewohner eingezogen, erhält der Verwalter der Wohnanlage über das Energietransparenz- und Analyse-Tool von Digital Energy Solutions einen Überblick darüber, wie viel Energie in den Wohneinheiten insgesamt verbraucht wird. Mit Abstand größter Block beim Energieverbrauch von Wohnungen ist der Heizwärmebedarf. „Natürlich soll das Heizen von Wohnungen auch in Zukunft nicht zentral gesteuert werden – jeder empfindet ja eine andere Temperatur als angenehm“, sagt der Geschäftsführer des Wohnungsbauunternehmens. „Allerdings ist für die Zukunft vorstellbar, das Tool für Transparenz und Analyse mit Smart-Home-Installationen in den Wohneinheiten zu verbinden.“ Das hieße: Erkennt das IT-System, dass trotz Abwesenheit der Bewohner in einer Wohnung die Heizung auf Hochtouren läuft, sendet es eine Benachrichtigung. Die Heizung lässt sich dann ferngesteuert zum Beispiel per Smartphone-App herunterregeln, um Energie zu sparen.

Günstigerer Strompreis als bei Fremdbezug

Vorerst wird das Transparenz-Tool allerdings in erster Linie zum Einsatz kommen, um Lastspitzen zu identifizieren und das quartiereigene Blockheizkraftwerk optimiert zu betreiben. Ziel ist hierbei neben möglichst umweltverträglicher Erzeugung der Heizenergie auch eine Senkung der Stromkosten. „Die ständige Auswertung der Strompreise durch die IT-Systeme von Digital Energy Solutions gibt uns die Möglichkeit, in dem Umfang auf Eigenerzeugung zu setzen, dass wir immer möglichst wenig für Strom bezahlen – von den günstigen Preisen profitieren natürlich die Bewohner“, so der Geschäftsführer. Für die nahe Zukunft denkbar ist auch, dass das Blockheizkraftwerk je nach aktuellen Energiepreisen Strom ins Netz einspeist. Auch wenn bis zur Fertigstellung des Wohnquartiers noch fast ein Jahr vergehen wird, stellt der Bauträger hohes Interesse fest und hat einen Teil der Wohnungen bereits verkauft. „Der Aspekt Nachhaltigkeit stand zwar nicht bei allen Interessenten von Anfang an auf der Agenda. Wenn wir das Thema angesprochen haben, war die Resonanz allerdings immer sehr positiv“, so der Geschäftsführer.