Eine Erfolgsgeschichte aus der Sektorenkopplung

Das Unternehmen LAGO A3 befasst sich mit der nachhaltigen Entwicklung dringend benötigter Logistik-Infrastruktur in der Boom-Region Regensburg. Bei der Realisierung eines zukunftsweisenden Energiemanagements holte sich LAGO A3 Unterstützung von Digital Energy Solutions. Aus deren breiter Palette strombasierter Produkte und Dienstleistungen sind zunächst eine Photovoltaik-Anlage und deren Direktvermarktung im Einsatz. Eine weitere Anlage befindet sich derzeit in der Fertigstellung und soll zeitnah ans Netz. Somit entsteht auf Dachflächen von über 35.000 m2 eine effiziente, intelligente und nachhaltige Energiequelle, was für die  Geschäftsleitung der LAGO A3 nur der erste wichtige Schritt auf dem Weg zu einem auch energietechnisch werthaltigen Premiumstandort ist.

„Wir wollen zeigen, dass Photovoltaik-Anlagen nicht nur statische Einbauten sind, sondern – neben der ökologischen Nachhaltigkeit – einen Mehrwert für den operativen Ablauf und Kostenvorteil bieten können. Hier bringt uns die Zusammenarbeit mit Digital Energy Solutions nicht nur ein Mehr an Effizienz und Wirtschaftlichkeit, sondern ermöglicht uns mit einer hohen Expertise den entscheidenden Wettbewerbsvorteil.“

Alfons Viehbacher, Geschäftsführer der LAGO A3

Der Überblick über das Projekt LAGO A3

  • Installation und Inbetriebnahme: 2018 – Standort Regensburg

  • Nachhaltige Energieerzeugung im Gewerbeobjekt mittels Photovoltaik-Anlage

  • Nutzung von Photovoltaik-Hochleistungsmodulen mit einer Gesamtleistung von 749,7 kWp

  • Durchführung der Direktvermarktung des eigenerzeugten Stroms erfolgt komplett durch Digital Energy Solutions

  • Faire und transparente Vergütung des eingespeisten Stroms nach dem stündlichen Börsenpreis

Nachhaltige Energieerzeugung im Gewerbeumfeld

Alfons Viehbacher, Geschäftsführer der LAGO A3, setzt auf die nachhaltige Entwicklung dringend benötigter Logistik-Infrastruktur in der Region Regensburg.

Module, soweit das Auge reicht

750 kWp Gesamtleistung sind auf dem Dach der einen Gewerbehalle verbaut, da kommen einige Module zusammen. 2499 sind es ganz genau. Die Erweiterung der Anlage ist bereits angestossen.

Technologie trifft auf Nachhaltigkeit

Wechselrichter der Marke Huawei wurden im Rahmen des Projektes verbaut, um den Gleichstrom der Photovoltaikmodule in Wechselstrom umzurichten.

Erzeugung und Verbrauch liegen dicht beieinander

Die Mieter der Gewerbehallen werden auch zu Teilen die zukünftigen Nutzer des eigenerzeugten Stroms sein und damit Ihre CO2-Bilanz nachhaltig verbessern.

Weiterführende Informationen zum Projekt

  • Ausführlicher Report

    Die Freie Reichstadt Regensburg hatte es im Mittelalter dank ihrer Lage an der Donau und anderen uralten Handelswegen geschafft, zu einem bedeutenden europäischen Handelszentrum aufzusteigen, war mit Beginn der Neuzeit in einen langen Dornröschenschlaf gefallen und knüpft jetzt, kaum ist sie Ende des vorigen Jahrhunderts wieder erwacht, in atemberaubendem Tempo an ihre mittelalterliche Hochform an. Erneut erweist sich die direkte Lage an Fernverkehrsstraßen als unschlagbarer Vorteil: In Sichtweite der Bundesautobahn A3 – seit dem Fall des Eisernen Vorhangs eine europäische Verkehrsachse ersten Ranges – entwickelt sich der Wirtschaftsstandort Regensburg rasant. Folgerichtig ist vor allem die Logistikbranche mit rund 400 Transport-, Speditions- und Logistikunternehmen überproportional stark vertreten. Den damit verbundenen Herausforderungen für den Ausbau einer nachhaltigen Infrastruktur stellt sich seit 2013 das Unternehmen LAGO A3.

    Intelligente Energiesysteme für nachhaltige Kostenkontrolle

    Auf einem etwa 80.000 m2 großen Areal entstand im Stadtosten eine Logistikanlage mit einer Gesamtmietfläche von knapp 40.000 m2, die komplett vermietet sind. Hier haben sich unter anderem einer der größten Automobilzulieferer der Welt, ein Transport- und Logistikspezialist, ein weltweit agierendes Maschinenbauunternehmen und ein weiterer Spezialist der Automobilzuliefererbranche angesiedelt. Sie alle finden bei LAGO A3 ideale Bedingungen: Modernität, Flexibilität und kurze Wege. In unmittelbarer Nähe ihrer großen Produktionsstandorte mit jeweils mehreren tausend Mitarbeitern lagern diese Global Player Teile ihrer hochsensiblen Fertigungs-Prozesse (Just-in-Sequenz) aus, die einen hohen Energiebedarf mitbringen. Deshalb sind die LAGO A3-Immobilien mit intelligenten Energiesystemen ausgestattet, mit deren Planung und Realisierung seit Mitte 2017 die Digital Energy Solutions betraut ist.

    Start mit einer 750kWp Photovoltaikanlage  

    Basis ist eine Photovoltaikanlage mit Hochleistungs-PV-Modulen Vitovolt 300 von Viessmann mit einer Gesamtleistung von 749,7 kWp. Die aufgeständerte, nach Süden ausgerichtete Flachdachanlage speist aktuell noch zu 100 Prozent in das öffentliche Stromnetz ein. Geplant ist aber eine Umschaltung der Anlage auf Eigenverbrauchsnutzung durch die Mieter der Halle. Verbaut wurden bisher 2.499 Module mit je 300 Watt Leistung und Wechselrichter von Huawai. Eine weitere Anlage ist kurz vor Inbetriebnahme.

    Gewinnbringende Direktvermarktung 

    Da die Direktvermarktung von eigenerzeugtem Strom bei Photovoltaikanlagen mit einer Leistung von mehr als 100 kWp seit 2016 im EEG festgelegt ist, hat sich die LAGO A3 bei der Anlagenplanung entschieden, das komplexe Handling der Direktvermarktung den Experten von Digital Energy Solutions zu überlassen. Denn der Einspeisetarif für die Photovoltaikanlage LAGO A3 liegt bei 8,91ct/kWh und erhöht sich durch die Direktvermarktung nach dem sogenannten „Marktprämienmodell“ auf bis zu 11,09ct/kWh. Dieses Vergütungsmodel bringt LAGO A3 noch weitere Vorteile, denn es ist fair, transparent und einfach: Der Börsenwert des Stroms wird 1:1 ausbezahlt, für die Abwicklung ein Entgelt in Rechnung gestellt, wobei der Standortfaktor nicht ins Entgelt für die Direktvermarktung eingepreist wird. Ebenso wenig wie das Risiko, das sich durch die geplanten Eigenverbrauchsanteile ergibt. Denn LAGO A3 will künftig nicht nur die PV-Anlage auf Eigenverbrauch durch die Mieter umstellen, dabei den Energy Monitor von Digital Energy Solutions für die Visualisierung nutzen und Speicherlösungen erproben, sondern in das bestehende Geschäftsmodell auch spannende E-Mobilität-Lösungen integrieren.

  • Interview mit Alfons Viehbacher, Geschäftsführer der LAGO A3

    „Wir haben jetzt einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil“

    Über die nächsten Ausbaustufen im Projekt sprachen wir mit dem Geschäftsführer der LAGO A3, Alfons Viehbacher. Er ist einer von drei Gesellschaftern der LAGO A3 und seit über 20 Jahren im Bereich der Entwicklung und Betrieb von Logistikimmobilien erfolgreich tätig.

    Digital Energy Solutions: Sie stellen im Internetauftritt der LAGO A3 „Value Added Services“ in den Vordergrund – was muss man sich darunter genau vorstellen?

    Alfons Viehbacher: Die nachhaltige Bauausführung unserer Logistikhallen bietet eine optimale Energiebilanz, die sich vor allem positiv in den Nebenkosten darstellt. Unsere Mieter sind sehr stark daran interessiert, Ihren CO2-Footprint zu verbessern und dennoch wirtschaftlich erfolgreich zu sein. Die LAGO A3 bietet schon jetzt dafür passgenaue Lösungen, aber wir sind an der Grenze dessen, was wir mit reinem Leistungszubau an Standards erreichen können. Nun geht es darum, mithilfe intelligenter Software die Sektorenkopplung zu realisieren. Denn wir haben ein Level erreicht, wo man mehr Effizienz nur über Steuerung rausholen kann.

    Digital Energy Solutions: Sie haben ja bereits den Energy Monitor bei Digital Energy Solutions bestellt – welchen konkreten Nutzen versprechen Sie sich davon?

    Alfons Viehbacher: Unsere Kunden haben einen gewissen Energieverbrauch und die Verbräuche sind im Prinzip immer gleich. Aber künftig werden sie beispielsweise beim Aufladen der vielen Gabelstapler freier entscheiden können, wann sie den selbstproduzierten Strom zu günstigeren Konditionen nutzen, um kosteneffizienter zu werden. Die Visualisierung über den Energy Monitor führt die Verbrauchsdaten aus den Gebäuden und der Produktion zusammen und erlaubt uns, ein integriertes, dynamisches Lastmanagement für das Laden von Elektro-Fahrzeugen in Verbindung mit dem restlichen Stromverbrauch an angeschlossenen Standorten zu fahren. Wir und vor allem unsere Mieter sparen Geld, Zeit und Aufwand.

    Digital Energy Solutions: Wie weit sind Sie bei der Realisierung der nächsten Schritte?

    Alfons Viehbacher: Wir überprüfen, wie wir möglichst effizient durch Speicherlösungen den eigenerzeugten Strom in der Nacht zur Ladung von z.B. e-Shuttles, Gabelstabler oder für sonstige Strombedarfe zur Verfügung stellen können. Hier laufen erste Gespräche mit einem unserer Hauptmieter. So können wir dann bei den Kosten den Eigenanteil des hier erzeugten Stroms erhöhen. Gemeinsam mit Digital Energy Solutions tüfteln wir dafür an einer maßgeschneiderten und flexiblen Lösung.

    Digital Energy Solutions: Welche Erfahrungen haben Sie in der Zusammenarbeit mit Digital Energy Solutions gemacht?

    Alfons Viehbacher: Wir wollen zeigen, dass Photovoltaik-Anlagen nicht nur statische Einbauten sind, sondern – neben der ökologischen Nachhaltigkeit – einen Mehrwert für den operativen Ablauf und Kostenvorteil bieten können. Hier bringt uns die Zusammenarbeit mit Digital Energy Solutions nicht nur ein mehr an Effizienz und Wirtschaftlichkeit, sondern ermöglicht uns mit einer hohen Expertise den entscheidenden Wettbewerbsvorteil. Aus diesem Grunde haben wir uns auch entschieden, die zweite Halle mit einer Dachfläche von rund 20.000 m2 ebenfalls mit einer effizienten und intelligenten Photovoltaik-Anlage zu bestücken. Weitere Projekte sind bereits in Planung und sollen im kommenden Jahr umgesetzt werden.

Pilotprojekt Spanner Re2

Auf der Suche nach innovativen Energiekonzepten fand Spanner Re2 mit Digital Energy Solutions den idealen Partner zur Optimierung des eigenen digitalen Energiemanagements.

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